Samstag, 28. Oktober 2017

#NaNoWriMo 2017 - Spontan dabei!

Hey ihr Lieben!

Manchen von euch sagt die Abkürzung NaNoWriMo wahrscheinlich nichts. Ich selbst habe auch erst letztes Jahr von dieser tollen Aktion gehört und die Idee, die dahinter steckt, hat mich sofort begeistert (auch wenn ich im ersten Moment alle Teilnehmer als dezent verrückt verurteilt habe) 😉

Ich erkläre euch mal kurz, was der NaNo ist und warum ich mich dieses Jahr spontan dazu entschlossen habe teilzunehmen!




Was bedeutet NaNoWriMo?

 Wikipedia spuckt dazu folgendes aus:
Der National Novel Writing Month ist ein kreatives Schreibprojekt, das im Jahr 1999 von dem Amerikaner Chris Baty ins Leben gerufen wurde. Ziel ist es, während der 30 Tage des Monats November einen Roman mit mindestens 50.000 Wörtern zu verfassen.
Es geht also darum, innerhalb eines Monats einen ganzen Roman zu schreiben! Verrückt, oder? Warum sollte man sich diesem Druck denn aussetzen? Wäre es nicht besser, sich für so ein wichtiges Projekt Zeit zu lassen?
Das waren meine ersten Gedanken dazu, als ich letztes Jahr auf diese mysteriöse Aktion gestoßen bin.


Warum tut man sowas?
 Auch dazu möchte ich aus Wikipedia zitieren (Hervorhebungen von mir) 😇
Natürlich ist es fast unmöglich, in 30 Tagen einen ästhetisch hochwertigen Roman zu verfassen, aber das ist auch nicht das Ziel des NaNoWriMo. Laut seinem Erfinder Chris Baty geht es hauptsächlich darum, durch die engen zeitlichen Vorgaben Hemmungen zu überwinden und einfach drauf los zu schreiben. Viele Menschen, die eigentlich gerne ein Buch schreiben möchten, würden von Anfang an zu hohe Anforderungen an sich stellen und schnell entmutigt aufgeben. Beim NaNoWriMo soll der „innere Lektor“ für einen Monat abgeschaltet und schnell ein erster Romanentwurf geschrieben werden, der dann später (z.B. im NaNoEdMo, dem National Novel Editing Month) immer noch korrigiert und umgeschrieben werden kann. Durch den Zeitdruck entwickelt die Geschichte dabei eine ganz eigene Dynamik, die oft den Autor selbst überrascht.

Klingt gut, oder? Der Vorteil am NaNo ist aber nicht nur die klare Vorgabe (50.000 Wörter in 30 Tagen), sondern auch der Teamspirit! Denn national ist diese Aktion schon lange nicht mehr. Überall auf der Welt greifen Autoren und solche, die es werden wollen, im November zum Stift und nehmen an der Challenge teil. In Foren, Social Media & Co. tauscht man sich dann über den Fortschritt aus und motiviert und unterstützt sich gegenseitig.


Und warum mache ICH dieses Jahr mit?

Ich wollte schon immer einen Roman schreiben. Mein Problem ist tatsächlich mein strenger innerer Lektor, der mich immer wieder demotiviert und kritisiert, sodass ich meine Projekte leider sehr schnell aufgebe. 

Dennoch ist in mir der Drang, es endlich zu tun und eine Stimme, die immer lauter wird: Ich will Autorin werden!

Gut, dieses Ziel ist vielleicht etwas zu hoch gegriffen. Aber immerhin will ich es schaffen, einen Roman zu schreiben. Egal, ob er danach veröffentlicht wird oder nicht. Egal, ob er von jemandem gelesen wird oder nicht.
Ich will nur einmal das Gefühl erleben, das sich einstellt, wenn man unter die letzte Zeile einer Geschichte das Wort "Ende" schreibt und man stolz auf sein Werk blicken kann. Das Gefühl, etwas Einzigartiges erschaffen zu haben, auch wenn es am Ende kein Bestseller wird.

Trotzdem kam meine Entscheidung zur Teilnahme sehr kurzfristig. Seit Wochen lese ich in meiner Facebook-Timeline schon von verschiedenen Autoren, die dem NaNo entgegenfiebern. Im Vorfeld schon einen Plot zu haben, ist zwar nicht zwingend notwendig, aber eine Grundidee und ein grobes Gerüst der Geschichte ist definitiv von Vorteil, damit man am 01. November gleich mit dem Schreiben loslegen kann!

Ich bin ja nicht gerade ein spontaner Mensch, doch gestern (am 27.10.2017) überkam es mich dann ganz plötzlich. Ich las mal wieder einen Autoren-Beitrag über den NaNo und dachte: "Ich mache mit!"


Welche Story nehm' ich bloß?

Schon auf dem Heimweg im Bus machte ich mir Gedanken über die Story, die ich beim NaNo verarbeiten konnte. In meiner berühmt-berüchtigten Mappe liegen aktuell 5 unausgereifte Plot-Ideen, doch keine erschien mir passend.

Da erinnerte ich mich an mein altes Traum-Tagebuch. Dort schrieb ich früher (irgendwann 2011) jeden Morgen direkt nach dem Aufwachen meine Träume auf. Manchmal waren es ganze Szenen, manchmal nur Bruchstücke, manchmal auch nur ein einzelnes Bild.

Eines dieser Bilder zeigte drei Personen, die um ein Lagerfeuer saßen. Ich beschrieb dieses Bild in meinem Traum-Tagebuch detailliert und plötzlich verselbstständigten sich die Figuren und die Szene wurde lebendig!

Ich schrieb immer weiter und hatte bald ein ganzes Kapitel vor mir. Ein Kapitel einer Geschichte, die einfach so ganz unverhofft und unerwartet zu mir gekommen war. Leider verließ mich damals dieser kreative Geist sehr schnell wieder, sodass es erstmal dabei blieb.

Doch gestern im Bus wusste ich einfach, dass das die richtige Geschichte für den NaNo sein muss. Sie ist nichts besonderes. Eine banale Fantasy-Geschichte unter vielen. Aber das Gefühl, das ich damals beim Schreiben des ersten Kapitels hatte und das deutliche Gefühl, dass es jetzt an der Zeit ist, diese Geschichte weiterzuschreiben, reichten mir aus, um Zuhause gleich zum Stift zu greifen.

Und so kam es, dass ich gestern Abend, getragen von einem ungeahnten Enthusiasmus, 8 Stunden lang am Küchentisch saß, um einen Plot zu konstruieren!

Am frühen Morgen legte ich den Stift zur Seite und konnte stolz auf fünf DIN A4 Blätter (gefüllt mit meiner kleinen gedrungenen Handschrift) blicken, auf denen mein erster Plot-Entwurf stand. Es müssen noch einige Logiklöcher gestopft werden und natürlich fehlt noch der Feinschliff. Aber ich bin hochmotiviert, das alles bis zum 01. November zu schaffen, um dann mit all den anderen Autoren in den NaNoWriMo zu starten!


Meine stille Hoffnung

Ich gehe nicht unbedacht in diesen Monat. Ich habe mir (trotz meines überwältigenden Enthusiasmus) auch viele Gedanken gemacht, ob ich mich diesem (Zeit-)Druck aussetzen soll. Letztendlich bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ein Versuch nicht schaden kann.

Ich erhoffe mir vom NaNo nicht nur einen fertigen ersten Entwurf am Ende, sondern auch das Wiedererwecken meiner alten Leidenschaft. Ich will mein früheres Talent zum Schreiben wiederfinden und ausbauen.

Das kreative Kind in mir, das so lange unter Sorgen und Problemen begraben war, will wieder zum Spielen hervorkommen und wer bin ich, dass ich es ihm verwehre? 

Vielleicht ist mein Traum von der Schriftstellerei noch nicht ganz verloren. Vielleicht bringt mich der NaNoWriMo 2017 meinem Ziel ein Stückchen näher. Das ist meine Hoffnung... 😉

Kommentare:

  1. Da muss ich dir nochmal die Daumen drücken, irgendwie hats beim erstenmal mit dem posten nicht geklappt.
    Also, Daumenganzfestdrück!!! ;-)

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