Mittwoch, 21. Juni 2017

[Rezension] Doctor Who: Kriegsmaschinen - George Mann


Titel: Doctor Who - Kriegsmaschinen
Autor: George Mann

Genre: Science Fiction
Seitenzahl: 290
Erscheinungsjahr: 2015
Verlag: Cross Cult
ISBN: 9783864252921
Original: Engines of War (2014)

Preis: 12,80 € (TB) / 8,99 € (ebook)




Inhalt:
Der Ewige Krieg wütet bereits seit Jahrhunderten und hat das Universum verwüstet. Zahlreiche von Menschen bewohnte Kolonieplaneten sind von Dalek- Besatzungsmächten überrannt worden. Ein abgekämpfter, zorniger Doktor führt eine kleine TARDIS-Flotte gegen das Dalek- Bollwerk an. Doch mitten im Gemetzel stürzt die TARDIS des Doktors auf einen Planeten, der den Namen Moldox trägt.

Während der Doktor erkennen muss, dass er inmitten einer apokalyptischen Landschaft gefangen ist, durchkämmen die Dalek-Patrouillen die Trümmer, um die noch verbliebenen Zivilisten zusammenzutreiben. Auf der Suche nach Antworten trifft der Doctor Cinder, eine junge Dalek-Jägerin. Ihre Anstrengungen, um hinter den Plan der Dalek zu kommen, führen sie von den Ruinen von Moldox weg, hin zu den Hallen von Gallifrey. Ohne es zu ahnen, setzen sie dabei eine Kette von Ereignissen in Gang, die alles verändern wird. Und jeden.


Meine Meinung:
„Kriegsmaschinen“ ist nun schon das 4. Doctor-Who-Buch, das ich gelesen habe, und bisher auch das beste! Es ist unterhaltsam, spannend, sehr gut geschrieben und hat eine solide Grundstory. Dass der Kriegsdoktor hier die zentrale Rolle spielt, ist natürlich auch ein Pluspunkt, denn von ihm erfährt man in der BBC-Serie nur recht wenig.

Der Autor hat den Kriegsdoktor sehr treffend portraitiert, wie ich finde. Er unterscheidet sich von seinen anderen Inkarnationen, die doch eher fröhliche und energiegeladene Gesellen sind. Der Kriegsdoktor hingegen ist alt und müde vom Krieg. Er wirkt oft etwas mürrisch und abgeklärt. Doch trotzallem handelt er nicht rücksichtslos und versucht den Menschen zu helfen. Anders als die anderen Vertreter seines Volkes, die im Krieg gegen die Daleks jedes Mittel in Erwägung ziehen, auch wenn es Menschenleben kostet.

Ich fand es unheimlich spannend einen Blick in den Zeitkrieg zu werfen, von dem man in der Serie oft gehört, aber wenig gesehen hat. Die Daleks haben eine Temporalwaffe entwickelt, die das Opfer nicht nur tötet, sondern auch die Geschichte umschreibt, sodass derjenige nie existiert hat. Mithilfe des Tantalusauges (eine temporale Anomalie), das die Waffe mit Energie versorgt, wollen sie nun auch den Planeten Gallifrey aus der Geschichte löschen… was natürlich fatale Folgen für das ganze Universum hätte.

Die Story ist sehr gut ausgearbeitet und spannend umgesetzt. Cinder, die junge Frau, die den Doktor hier zeitweise begleitet, fügt sich perfekt in das Bild ein und gibt der Geschichte mehr Tiefe. Denn durch Cinder bekommen wir einen Einblick in das Leben der Zivilisten, die unter dem Krieg zu leiden haben.

Cinder ist eine taffe, junge Rebellin, die sich nichts mehr wünscht, als dass der Krieg endlich aufhört. In ihrer Begegnung mit dem Doktor sieht sie die Chance, dem Krieg zu entfliehen und auf einem friedlichen Planeten ein normales Leben zu führen. Sie gefiel mir als Begleiterin sehr gut und hat nach meinem Empfinden gut mit dem Kriegsdoktor harmoniert.

Auch das Auftauchen einiger bekannter Time Lords hat mich gefreut. Der Master wird zwar nur kurz erwähnt, aber Rassilon und Borusa spielen eine größere Rolle. Karlax ist ein neu eingeführter Charakter; ein rücksichtsloser Time Lord, der dem Doktor immer wieder Probleme bereitet und als zusätzlicher Antagonist noch mehr Spannungen und Konflikte in das Buch bringt.

Wie man unschwer erkennen kann, bin ich ziemlich begeistert von dem Buch. Auch der Schreibstil des Autors trug dazu bei, dass mir das Lesen wirklich Freude bereitet hat. Dazu kommen noch viele Anspielungen und Referenzen zur Serie, die teilweise nur ein echter Whovian entdeckt (z.B. das Bestreben Dalek-Mensch-Hybriden zu erschaffen, was erstmals in der 22. Staffel der Classic-Who-Serie vorgekommen ist oder die Züchtung von Dalek-Embryonen, wie es später auch der „Kult von Skaro“ in der New-Who-Serie versucht oder die Erwähnung von UNIT und dem Brigadier, mit dem der Doktor eine Zeitlang zusammen gearbeitet hat… und vieles mehr).

Also, für alle Doctor-Who-Fans kann ich hier definitiv eine Leseempfehlung aussprechen. Es ist eine tolle Ergänzung zur Serie, man lernt den Kriegsdoktor besser kennen und kämpft an seiner Seite im Ewigen Krieg gegen die Daleks. Von mir gibt’s die volle Punktzahl!
★★★★★

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